Bundesgartenschau in Kassel 1981. Hier fing für mich der Rock & Roll an. Ohne große Erfahrung im Beschallungsgewerbe entschloss ich mich, ein Angebot anzunehmen, dass mich für 6 Monate nach Kassel verschlug um auf dem dortigen Buga Gelände alle geplanten Events tontechnisch abzuwickeln. Mit einem kleinen Transporter und 4 englisch / amerikanischen Hands wickelten wir in diesem Zeitraum rund 1500 Einzelveranstaltungen ab.

Das Equipment war bescheiden. Shure Pa / Monitorboxen, Shure SM58 und SM81 Micros, zwei 16 Ch. Soundcraft 1S Mischpulte, ein Dynacord Hallgerät. und ein Casettenrecorder als Zuspieler oder zum Aufnehmen. Das wars.

Das Programm war sehr vielfältig, vom Kindertheater, zum Märchenerzähler, vom Liedermacher zum Gospelchor von der Tanzgruppe zur Rockband. Das Ganze non stop 6 Monate täglich von 10:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Ein Crashkurs vom feinsten, aber danach wusste ich, wie es geht und wollte nie mehr etwas anderes machen.

Ebenso entstanden hier einige Kontakte mit Kasseler Musikern, die sich bis heute erhalten haben. Mein Lieblingsarbeitsplatz war die Seebühne, an die ich mich bis heute gerne erinnere.
Einige Fakten:
Gelände: Karlsaue, Fuldaaue
Dauer: 172 Tage vom 30. April bis 18. Oktober 1981
Fläche: 235 Hektar
Besucher:innen: 5,5 Millionen
Gestalten statt ausbeuten
Das Motto der BUGA 1981 war: „Das verändernde Verhältnis des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt – vom rücksichtslosen Ausbeuter zum behutsamen Gestalter” – ein Thema, das auch etliche Jahrzehnte später noch aktuell ist. Die Fuldaaue ist nicht nur ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung. Es dient auch als Hochwasserschutz und beherbergt seltene Pflanzen und Tiere.
Weitere Infos zur Buga 1981 hier : https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgartenschau_1981#




